Wie sieht das aus?

In der Praxis bietet sich zunächst die Arbeit des Reiters an sich selbst ohne Pferd an. Er lernt die Zusammenhänge der Ausrichtung von Kopf und Rumpf kennen und erfährt, wie er in klarer Ausrichtung und Balance Beweglichkeit und Stabilität entwickeln an. Im Stehen und Gehen erforschen wir die Lage des Körperschwerpunktes und die Beweglichkeit der Gelenke, die auch für das Reiten von entscheidender Bedeutung sind, z.B. das Hüftgelenk.

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Anschließend werden die Erfahrungen auf dem Pferd umgesetzt.

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Die Schülerin experimentiert hier an zwei Tagen damit, wie es ist, sich allein aus dem Hüftgelenk nach vorn zu beugen und die Bewegung nicht aus der Wirbelsäule heraus zu machen.

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Das Bein darf in sich lang nach hinten/unten gehen, so dass die Sprunggelenke den Körperschwerpunkt unterstützen. Auch die Oberschenkel sind lang, und die Knie zeigen klar nach vorn.

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Durch meine übertriebene Demonstration lernt die Schülerin, nicht den unteren Rücken zu verkürzen, sondern lang zu lassen, wobei sich ihre ganze Statur mehr über ihrem Körperschwerpunkt ausrichtet. Dabei muss sie allerdings erst lernen, die “Korrektur” für den Rücken nicht mit Gegenspannung auf der Vorderseite zu bewirken, was sonst wieder zu einem gesamten Verkürzen führt.

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Viele Reiter sitzen im Hohlkreuz. Dabei wirkt sich die Anspannung im Rücken auch auf das Pferd aus. Dabei ist ein klar ausgerichteter Rumpf mit “weichen, offenen Flanken” übrigens auch gut für eine tiefe Atmung.

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Wenn der gesamte Rumpf in seiner Länge als Einheit betrachtet und erfahren wird, erreicht er eine gute Stabilität. Die Wirbelsäule unterstützt den Rumpf in der Mitte, und die vordere und rückwärtige Muskelkette können lang und in angemessenem Tonus zur Stabilität beitragen. Dies ist vor allem in den schnelleren Gangarten wichtig, damit der Reiter durch die schwungvolle Bewegung des Pferdes nicht willkürlich hin- und hergeworfen wird.